Ein eingängiges Stück mit viel Tiefgang haben Wayne Götz und Lucy Flournoy im Dezember im DEZERNAT#16 uraufgeführt. „Tallk2me“ ist eine Performance, die untersucht, inwieweit unsere Wünsche, unsere Kommunikation und unsere Beziehungen von Künstlicher Intelligenz abhängen und für welche Bereiche des Lebens diese Technologie keine Antwort hat.

Das coronabedingt übersichtliche, aber sehr aufmerksame Publikum bekam eine Mischung aus Tanztheater, Physical Theatre, Unterhaltungssendung, Disko und Improshow geboten. Das von dem Duo Wayne Götz & Lucy Flournoy entwickelte und performte Stück löste sein Versprechen eines dynamischen, abwechslungsreichen, berührenden und unterhaltsamen Abends voll ein. Das i-Tüpfelchen setzten Dr. Nathan Hüsken (wintercloud) und Konrad Heimpel mit ihren interaktiven Vorträgen zu dem Wie und Warum künstlicher Intelligenz.

Dahinter steckte die Frage: Kann Künstliche Intelligenz kreativ sein bzw. Kreativität unterstützen? Nach mehreren Versuchen, KI-Programme mit Daten zu füttern und in einer neuen Anordnung auszuspielen wurde klar: Künstliche Intelligenz kann täuschend echt wirken – sie kann aber auch reinen Nonsense produzieren. Auch auf die Frage, ob KI ein Eigenleben entwickeln und somit gefährlich für den Menschen werden kann, gab es eine (knappe) Antwort: Nein, solange sie nicht vom Menschen selbst für kriminelle und andere zweifelhafte Zwecke genutzt wird.

Tallk2me: Zur Webseite über Künstliche Intelligenz und Kreativität